Interview Chantal Kaufmann

Liebe Chantal, bitte stelle dich und deine Kunst vor.
Ich bin Tierrechts-Aktivistin und Grafikerin aus Zürich und seit bald einem Jahr nur noch sehr selten ohne meine Pinsel anzutreffen. Mit meinen Tierporträts möchte ich zeigen, wie einzigartig, individuell und wunderschön jedes einzelne Lebewesen ist.

Was hat dich dazu gebracht, das zu tun was du heute tust?
Woche für Woche begleite und dokumentiere ich an den Mahnwachen von Zurich Animal Save die angelieferten Tiere vor dem Schlachthof während ihrer letzten Lebensmomente. Was wir Menschen den Tieren antun ist unerträglich und ein so schreckliches Unrecht. Oft fehlen mir einfach die Worte. Durch meine Bilder kann ich diese Momente, die Liebe zu den Tieren und meine Hoffnung auf eine friedlichere Welt ausdrücken und den Tieren somit eine Stimme geben.

Was bedeutet dir der Veganismus?
Die vegane Lebensweise bedeutet für mich, auf mein Herz zu hören und danach zu leben und zu handeln. Es gibt keine Unterschiede, jedes Lebewesen ist wichtig und verdient es geachtet und geschützt zu werden.

Was war ausschlaggebend für dich, vegan zu leben?
Als ich vor bald drei Jahren in Yuval Hararis „Eine kurze Geschichte der Menschheit“ über die Realität der Milchindustrie las, wurde ich von einem Moment auf den anderen von der Vegetarierin zur Veganerin. Ich musste schmerzlich erkennen, dass JEDES tierische Produkt mit Leid, Schmerz, Qual und Tod verbunden ist.

Wo siehst du den Veganismus in der Schweiz in 10 Jahren?
Ich wünsche ihn mir mitten im Herzen unserer Gesellschaft.

Steckbrief

Name: Chantal Kaufmann

Name Business/Brand/Organisation: Atelier Chantal Kaufmann

Lieblingsessen: Pasta in den unterschiedlichsten Kreationen

Veganes Lieblingsprodukt: Vegane Cremeschnitte vom Sprössling

Was ich zum Schluss noch sagen möchte:
„Der Veganismus gehört zu den großartigsten, schönsten und sanftesten Entdeckungen der Menschheit, denn er bietet die Möglichkeit, zu leben, ohne Tiere zu töten oder zu quälen, er befreit vom Zwang, zu leugnen und zu verdrängen, er tut niemandem etwas zuleide und setzt mit alledem gewaltige Energien frei. Und nebenbei gesagt: Leichter und billiger lässt sich der Planet kaum retten.“
Bernd Ulrich, stellvertretender DIE ZEIT-Chefredakteur

Impressionen