Interview Soya the Cow

Hallo! Bitte stelle dich und das was du tust vor:
Mein Name ist Soya the Cow. Ich bin Sängerin, Aktivistin und die erste Drag-Kuh der Welt. Ich möchte mit meinem auffallenden Aussehen und mit meinen Songs Menschen emotional berühren, aber auch mit Humor und scharfen Argumenten provozieren und zum Nachdenken anregen. In den nächsten Monaten wird mein erstes Pop-Album mit Songs aus der Perspektive einer gesellschaftskritischen Milchkuh herauskommen.


Was hat dich dazu gebracht, das zu tun was du heute tust:
Ich bin schon seit vielen Jahren Künstler und habe immer versucht, mit meiner Arbeit gegen soziale Ungerechtigkeit zu kämpfen. 2016 bin ich vegan geworden und ich wusste, dass ich meine Kreativität und Leidenschaft dazu einsetzen will, etwas für die Tiere zu verändern. Drag Kings und Drag Queens haben mich immer inspiriert, weil sie uns vorleben, dass wir uns verwandeln können. Wenn ich mich in ein fantastisches Mensch-Kuh-Wesen verwandeln kann, dann können wir uns auch als Gesellschaft verwandeln!


Was bedeutet dir der Veganismus?
Veganismus ist für mich die logische Konsequenz meines Wertesystems. Ich will niemandem unnötige Gewalt antun. Ich bin ein glücklicher Mensch, ich liebe es zu tanzen, in der Sonne zu liegen oder Zeit mit meinen Nächsten zu verbringen. Dass wir solche einfachen Dinge den Tieren in der Tierindustrie vorenthalten ist ein Verbrechen.


Was war ausschlaggebend für dich, vegan zu leben?
Ich habe eine Tanz-Performance über Fleisch vorbereitet und war damals vegetarisch. Bei der Lektüre von Hilal Sezgin’s Buch “Artgerecht ist nur die Freiheit” habe ich erst verstanden (mit 30 Jahren!), dass Kühe nicht einfach so Milch “geben”, und dass auch in der Milch- oder Eier-Industrie jedes Tier viel zu jung im Schlachthof landet. Da hatte ich keine Wahl, ich musste mein Verhalten meinen Werten anpassen, nicht umgekehrt.


Wo siehst du den Veganismus in der Schweiz in 10 Jahren?
Ich denke, dass in 10 Jahren bereits ein Grossteil der Bevölkerung vegan lebt. Leute, welche in Öffentlichkeit Fleisch aus toten Tierkörpern essen, werden komisch angeschaut. In 10 Jahren werden die gewaltfreien Alternativen so verbreitet und überall erhältlich sein, dass alles andere einfach nicht mehr zu rechtfertigen ist.


Was ich zum Schluss noch sagen möchte:
Ich bin allen Menschen, die sich für ein gesunden Verhältnis zwischen Menschen, Tieren und Natur einsetzen, unglaublich dankbar. Weiter so!

Steckbrief

Name: Soya the Cow

Meine Kunst: @soyathecow

Veganes Lieblingsprodukt Food: Frisches Gemüse und Tahini

Veganes Lieblingsprodukt Non-Food: Eye Shadows von Sugar Pill

Kontakt

Web: soyathecow.com

Mail: soyathecow@gmail.com

Facebook & Instagram & Twitter: @soyathecow

Eintrag veganpeople.ch:
veganpeople.ch/musik/soya-the-cow/